Die 108 Mala-Perlen haben ihren Ursprung in der buddhistischen Tradition und repräsentieren die 108 irdischen Begierden oder Leiden, die Praktizierende zu überwinden suchen. Die Zahl 108 gilt als bedeutsam, da sie den Weg zur Erleuchtung symbolisiert. Jede Perle stellt einen Schritt auf diesem spirituellen Weg dar, wobei Praktizierende die Mala zur Meditation, Mantra-Rezitation und Achtsamkeit verwenden. Neben den Hauptperlen spielen mehrere Accessoires eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Funktion der 108 Perlen und ihres ästhetischen Werts.

1. Zwischenperlen
Zwischenperlen sind dekorative Perlen, die zwischen den Hauptperlen, der oberen Perle, der Taillenperle und der Dreiwegperle platziert werden. Ihr Zweck ist es, das Gleichgewicht zu bewahren und zu verhindern, dass die Mala zu überladen wirkt. Die Farbe der Zwischenperlen sollte nicht zu stark von den Hauptperlen abweichen, um die visuelle Gesamtharmonie der Mala nicht zu stören.

2. Zählperlen
Zählperlen sind kleine Perlen, die an der Mala hängen, typischerweise in der Nähe der 27. Perle von der Guru-Perle aus. Sie helfen beim Zählen der Rezitationen, wobei jede Schnur oft zehn kleine Perlen enthält. Häufige Materialien für Zählperlen sind Metalle wie Silber oder Kupfer und Steine wie Türkis, Bernstein oder Koralle.

3. Rückenwolkenperlen
Rückenwolkenperlen, auch „Rückenfisch“ genannt, hängen unter der Guru-Perle und dienen als dekoratives Element, das die oberen und unteren Teile der Mala verbindet. Sie werden oft aus Materialien wie Türkis, Knochen, Mammutelfenbein, Bernstein oder Koralle hergestellt. Die Größe der Rückenwolkenperle sollte kleiner sein als die der Dreiwegperle, um ein ausgewogenes Aussehen zu erhalten.

4. Anhänger
Anhänger sind dekorative Stücke, die an der Dreiwegperle hängen. Sie gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Materialien wie Edelsteinen, Miniaturholzschnitzereien oder Bernstein. Der Anhänger sollte nicht zu groß sein, um die Gesamtästhetik der Mala nicht zu überstrahlen.

5. Zähler
Zähler sind oft aus Metall gefertigt und dienen dazu, die Position der 18. Perle von der Guru-Perle aus zu markieren. Sie können entlang der Mala verschoben werden, um beim Zählen oder Verfolgen von Rezitationen zu helfen.

6. Obere Perle
Die obere Perle befindet sich ganz oben an der Mala und repräsentiert den höchsten Punkt der spirituellen Reise. Historisch gesehen symbolisierte die obere Perle im imperialen chinesischen Schmuck Macht und Status. Im Mala-Design dient sie als dekorativer Abschluss. Häufige Materialien für obere Perlen sind Türkis, Knochen, Mammutelfenbein, Bernstein oder Koralle. Die obere Perle ist typischerweise etwas größer als die regulären Perlen, aber kleiner als die Guru-Perle.

7. Taillenperlen
Taillenperlen werden zwischen der oberen Perle und der Guru-Perle platziert, normalerweise nach jeweils 27 Perlen. Sie unterteilen die Mala in vier Abschnitte und haben oft eine ähnliche Größe wie die Hauptperlen. Sie können aus Materialien wie Türkis, Bernstein oder Koralle gefertigt sein und sind in verschiedenen Stilen erhältlich, z. B. als runde Perlen oder solche mit aufwendigen Mustern.

8. Guru-Perle
Die Guru-Perle oder „Dreiwegperle“ ist die größte Perle in der Mala. Sie wird typischerweise aus Materialien wie Türkis, Knochen, Mammutelfenbein oder Bernstein hergestellt. Die Guru-Perle ist der Mittelpunkt der Mala und sollte zum Träger hin ausgerichtet sein, wobei die Rückenwolkenperle hinten positioniert ist.

9. Laufringe

Laufringe sind eine moderne Ergänzung des Mala-Designs. Diese Ringe sind wie kleine, bewegliche Perlen geformt, die entlang der Mala-Schnur gleiten können und eine interaktive und dynamische Funktion bieten.

10. Quaste

Die Fransenquaste, auch „Fu Chen“ genannt, ist eine Reihe von Baumwollfäden oder eine dekorative Schnur, die von der Oberseite der Mala hängt, typischerweise unter der Guru-Perle und der Rückenwolke. Sie wird oft von Hand gefertigt und verleiht der Mala eine traditionelle Note. In einigen Fällen kann die Fransenquaste die Schülerperle oder den Anhänger ersetzen.

11. Schülerperlen

Schülerperlen sind kleiner als die regulären Perlen und werden normalerweise in Zehner- oder Zwanzigergruppen angeordnet. Sie werden typischerweise am anderen Ende der Mala platziert, wobei jedes Set eine bestimmte Anzahl von Rezitationen darstellt. Die Zahl „zehn“ in der Schülerperle repräsentiert die „Zehn Vollkommenheiten“ im Buddhismus.

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