Der Erleuchtungstag Shakyamuni Buddhas und das Laba-Fest
Einleitung
Das Laba-Fest, das am achten Tag des zwölften Mondmonats gefeiert wird, ist ein wichtiger Anlass in der buddhistischen Kultur. Es markiert den Tag, an dem Shakyamuni, auch bekannt als Siddhartha Gautama, der Buddha, unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangte. Dieser Tag symbolisiert nicht nur das Erwachen des Buddha, sondern bringt auch die Tradition des Laba-Porridges mit sich, ein Gericht mit tiefgreifenden spirituellen und gesundheitlichen Vorteilen.

Die Erleuchtung des Buddha und die Ursprünge des Laba-Festes
Gemäß den buddhistischen Schriften war Siddhartha Gautama 29 Jahre alt, als er tief vom Leid des menschlichen Lebens – Geburt, Alter, Krankheit und Tod – bewegt wurde. Auf der Suche nach einem Weg, dieses Leid zu überwinden, gab er sein königliches Leben auf und begab sich auf eine spirituelle Reise.
Nach sechs Jahren extremer Askese war er dem Tode nahe und lebte nur von Reis und Samen. Zu diesem Zeitpunkt boten ihm zwei Frauen, Nandana und Boro, die Kuhhirten am Nila-Fluss waren, eine Schale nahrhaften Reisporridges an. Siddhartha nahm ihr Opfer an und schwor: „Indem ich diese Speise esse, werde ich wieder Kraft schöpfen, meine Weisheit bewahren und schließlich die Erleuchtung erlangen, um allen Lebewesen zu nützen.“
Mit wiederhergestellter Kraft setzte Siddhartha seine Reise zur Erleuchtung fort. Er saß unter dem Bodhi-Baum und schwor, nicht aufzustehen, bevor er die höchste Weisheit erlangt hatte. Nach 49 Tagen tiefer Meditation erkannte Siddhartha die Wahrheit der Existenz und erreichte die Erleuchtung, wodurch er zum Buddha, oder „Der Erwachte“, wurde. Am achten Tag des zwölften Mondmonats ging ein leuchtender Stern im Osten auf, der das Erwachen des Buddha symbolisierte. Er sah die wahre Natur des Lebens – vergänglich, unveränderlich und frei von jeglicher Anhaftung – und wurde frei von Leid und Verblendung.
Um diesen bemerkenswerten Tag zu ehren, veranstalten buddhistische Tempel jedes Jahr am Laba-Fest Zeremonien und bieten dem Buddha „Laba-Porridge“ als Hommage an seine Erleuchtung dar. Diese Tradition wird seit Jahrhunderten fortgesetzt und ist zu einem wesentlichen Bestandteil des Laba-Festes geworden.

Rezept des Laba-Porridges
✨Zutaten:
Reis, Klebreis, rote Bohnen, grüne Bohnen, schwarze Bohnen, Hiobstränen, Lotuskerne, rote Datteln, Longan, Erdnüsse, Kandiszucker, Goji-Beeren (Menge und Art der Zutaten können je nach persönlicher Vorliebe angepasst werden)
✨Zubereitung:
- Am Vorabend rote Bohnen, grüne Bohnen, schwarze Bohnen, Hiobstränen, Lotuskerne und Erdnüsse waschen. In sauberem Wasser einweichen, damit sie beim Kochen weicher werden.
- Am nächsten Tag Reis und Klebreis gründlich spülen. Zusammen mit den eingeweichten Zutaten in einen Topf geben. Die entsprechende Menge Wasser hinzufügen. Bei starker Hitze zum Kochen bringen, dann auf kleiner Flamme köcheln lassen.
- Gelegentlich umrühren, um Ankleben zu verhindern. Nach etwa 30 Minuten rote Datteln und Longan hinzufügen. Weitere 15 Minuten köcheln lassen, bis der Brei anfängt, dicker zu werden.
- Kandiszucker hinzufügen und die Süße nach Geschmack anpassen. Weitere 5-10 Minuten köcheln lassen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist.
- Zum Schluss Goji-Beeren darüber streuen und weitere 2-3 Minuten köcheln lassen, bevor serviert wird.
Zehn Vorteile des Laba-Porridges
Das Laba-Fest ist nicht nur ein Tag, um an die Erleuchtung des Buddha zu erinnern, sondern auch eine Zeit, um den Körper zu pflegen und Verdienste anzusammeln. Laba-Porridge ist ein besonderes Gericht, das zu dieser Zeit angeboten wird, und seine Bedeutung geht über ein religiöses Ritual hinaus; es birgt auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
In den buddhistischen Lehren soll Laba-Porridge zehn Vorteile bieten:
- Verbessert den Teint: Porridge nährt den Körper und verleiht einen gesunden, strahlenden Glanz.
- Steigert die Kraft: Porridge hilft, Energie wieder aufzufüllen und den Körper zu stärken.
- Fördert die Langlebigkeit: Es füllt wichtige Nährstoffe auf und trägt zu einem längeren Leben bei.
- Bringt Frieden und Glück: Porridge fördert einen ruhigen, friedlichen Körper und Geist und ermöglicht es, wahres Glück zu erfahren.
- Verbessert die Sprache: Es befeuchtet den Hals und hilft, die Klarheit und Eloquenz der Sprache zu verbessern.
- Beseitigt Kälte: Porridge hilft, die innere Energie des Körpers auszugleichen und Kälte und Unbehagen zu vertreiben.
- Fördert die Verdauung: Es wärmt den Magen und hilft, angesammelte Nahrung zu verdauen, wodurch die Verdauung reibungsloser verläuft.
- Klärt den Atem: Porridge hilft dem Atem, reibungslos zu fließen, wodurch die Stimme klar und energiegeladen bleibt.
- Lindert Hunger: Porridge füllt schnell den Magen und lindert Hunger.
- Stillt Durst: Es befeuchtet Mund und Hals und hilft, Trockenheit und Durst zu lindern.
Daher ist Laba-Porridge nicht nur eine Geste der Dankbarkeit gegenüber dem Buddha, sondern auch eine nahrhafte, gesunde Speise, die Körper und Geist zugutekommt.

Lampen und Gebete darbringen: Ein Licht, das niemals stirbt
Laba ist eine Zeit der Besinnung, Dankbarkeit und des Gebets. Viele buddhistische Tempel entzünden während des Festes Tausende von Lampen, die die Weisheit und das Licht der Lehren des Buddha symbolisieren. Eine Lampe repräsentiert Weisheit, und ihr Entzünden bedeutet, die Weisheit in uns selbst und anderen zu erwecken.
In The Path of Flowers Blooming von Khenpo Sherab Zangpo Rinpoche schreibt er:
„Buddhas Erkenntnis der wahren Natur des Lebens ist wie eine Lampe in der langen Nacht, die den Weg der Befreiung für unzählige Praktizierende erleuchtet. Vor über 2.500 Jahren, als der Buddha in Bodh Gaya die Erleuchtung erlangte, irrten wir irgendwo umher, ohne die Gelegenheit zu haben, ihm zu folgen, seine Lehren zu lernen, zu reflektieren und zu erfahren. Über zweitausend Jahre lang haben wir aufgrund unserer Arroganz, Verwirrung, Sturheit, Anhaftungen und Angst immer wieder die Gelegenheit verpasst, zu erwachen. Doch trotz unserer Engstirnigkeit und Nachlässigkeit gibt es immer noch jene, die die Weisheit der Lampe des Buddha tragen und in der endlosen Nacht darauf warten, unseren Weg nach vorne zu erhellen.“
Buddhas Weisheit strahlt wie ein Licht in der Dunkelheit und erleuchtet den Weg zur Befreiung. Obwohl wir in der Vergangenheit die Gelegenheit verpasst haben mögen, den Lehren des Buddha zu folgen, bleibt seine Weisheit ein leitendes Licht, das uns aus Unwissenheit und Leid führt. Indem wir eine Lampe anzünden, erwecken wir die Weisheit in uns selbst und teilen dieses Licht mit anderen, vertreiben die Dunkelheit und führen uns selbst zur Erleuchtung.

Fazit
Das Laba-Fest ist mehr als nur eine religiöse Feier – es verkörpert Dankbarkeit, spirituelle Praxis, Heilung und Gebet. An diesem Tag, durch das Darbringen von Laba-Porridge und das Entzünden von Lampen, gedenken wir nicht nur der Erleuchtung des Buddha, sondern nähren uns auch körperlich und geistig. Möge dieses Laba-Fest uns allen größere Weisheit und Verdienste bringen, damit wir die Lehren des Buddha in unserem eigenen Leben erfahren und den Weg des Lichts und des Friedens gehen können.
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